Obergünzburg

Obergünzburg im Herzen des Allgäus

Obergünzburg liegt im Herzen des Allgäus, 18 km von der Allgäumetropole Kempten und gleichweit von Kaufbeuren entfernt. Es ist einer der größeren Orte im Landkreis Ostallgäu mit derzeit 6.200 Einwohnern.

Obergünzburg ist von Norden über die A 7 Würzburg - Ulm (Ausfahrt Dietmannsried) - Kempten erreichbar und von Osten und Westen über die alte B 12 München - Lindau, jetzt Staatsstr. 2055.

Die Entfernung nach München beträgt ca. 1 1/2 Autostunden und in 80 km Entfernung liegt der Bodensee, das Schwäbische Meer. In einer 3/4 Autostunde können Sie die Berge, Schloß Neuschwanstein und Hohenschwangau, Oberstdorf, Füssen und Bad Wörishofen erreichen.

Obergünzburg ist also ein günstiger sowie preiswerter Standort für einen Urlaub im Allgäu.

 

Geschichtliches

Obergünzburg ist der wohl älteste Ort im früheren Altlandkreis Marktoberdorf und kann seine Wurzeln bis in das 1. Jahrhundert n.Chr. zurückverfolgen. Es handelt sich dabei um ein befestigtes Anwesen nahe der Römerstraße Kempten - Obergünzburg - Augsburg, ca. 300 m vom jetzigen Ortskern entfernt, auf dem sogenannten Nikolausberg. Aufgrund seiner günstigen Lage an dieser Römerstraße gewann der Ort bald an Bedeutung.

Im Mittelalter erlebte in Obergünzburg der Handel und Gewerbe einen ansehnlichen Aufschwung und war in diesem Raum ein Versorgungszentrum für die umgebenden Orte. Durch die Qualifizierung als Unterzentrum kommt auch heute diese Versorgungsaufgabe zum Ausdruck.

Obergünzburg erhielt 1407 unter Kaiser Rupprecht zu Heidelberg das Marktrecht verliehen. Es handelte sich dabei um 2 Jahrmärkte und einen Wochenmarkt jeweils am Montag.

 

Das Handwerk

Obergünzburg war im Mittelalter ein Zentrum des Handwerks, in dem sich auch besondere Handwerkszweige herausgebildet haben, wie Wachszieher, Leinenweber, Färber, Gerber, Strumpfwirker und Schindelmacher.

Dieses Handwerk kann heute im Museum besichtigt werden. Ein Schindelmacher ist heute noch im Ort tätig. Aus einem Salpeterschürfer und Schmalzsieder hat sich der größte Betrieb im Markt, nämlich die Firma Gabler-Saliter zu einem modernen Milchbetrieb herausgebildet. Dieser beschäftigt über 200 Bürger.

Daneben sind die Firma 4 P in Ronsberg, die dem Hutamaki-Konzern gehört, sowie die Firma Technocell in Günzach, große Arbeitgeber im Günztal und damit auch für Obergünzburg.

Der Fremdenverkehr ist derzeit noch im Aufbau und hat nur eine untergeordnete Bedeutung. Dies zeigen die Übernachtungszahlen mit 16.200 im letzten Jahr und 2.831 Gästen. Diejenigen Urlauber, die jedoch nach Obergünzburg kommen, können viele Einrichtungen vorfinden wie ca. 200 km Wanderwege, 30 km Loipen, Hallenbad, Freibad, Tennisplätze, Sommerbahn für Eiskegeln, Reithalle mit Ponyreiten und Bücherei. Obergünzburg ist aber auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Berge, die Königsschlösser, den Bodensee und die historischen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

 

Kunst, Kultur, Geschichte

Daneben bietet Obergünzburg mit seinem Heimatmuseum den Gästen die Möglichkeit, heimische und bäuerliche Kunst, Gerätschaften und altes Handwerk zu besichtigen.

Von einem berühmten Bürger, Johannes Kaspar, ist eine Gemäldesammlung zu besichtigen und der aus Obergünzburg stammende Kapitän Karl Nauer schickte zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg eine große Zahl von Sammelstücken aus Neu Guinea nach Obergünzburg, sodaß hier im Museum eine Südseesammlung zu besichtigen ist. Dies ist übrigens die größte Sammlung im süddeutschen Raum (zur Zeit geschlossen).

Zu einem Ort mit der Bedeutung von Obergünzburg gehört natürlich auch ein jährliches Volksfest, das sogenannte Freischießen, das 1525 von Fürstabt Wolfgang von Grünenstein gestiftet wurde. Dieses Fest, ursprünglich als reines Schützenfest gegründet, hat sich inzwischen zum Volksfest entwickelt und wird gern von Jung und Alt aus der ganzen Umgebung besucht. Dieses Schützenfest und Volksfest unterstreicht jedoch auch die Bedeutung des Schützenwesens in unserem Raum. Obergünzburg hat allein 6 Schützenvereine in der Gemeinde.
Eine Besonderheit ist das Wappen von Obergünzburg, das bis 1950 mit einem Mohrenbuale versehen war. Spätere Untersuchungen haben sodann ergeben, daß aufgrund eines schlechten Abdruckes eine Verwechslung erfolgt ist und das Mohrenbuale eigentlich die Hl. Hildegard, nämlich die Schutzpatronin des Fürststiftes Kempten darstellen sollte. So finden wir heute in dem Wappen von Obergünzburg das Bildnis der Hl. Hildegard. Das Mohrenbuale ist jedoch noch auf dem Marktbrunnen als altes Wahrzeichen erhalten.

In einem Markt wie Obergünzburg stellen einen wichtigen Bestandteil die Vereine dar (45). Diese bilden die Grundlage für das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Leben in Obergünzburg. Hier wird von vielen Idealisten wertvolle Arbeit für unsere Bürger und unsere Jugend geleistet.

Wetter

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Kontakt

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