Obergünzburg im Herzen des Allgäus

Obergünzburg liegt im Herzen des Allgäus und ist mit ca. 6.700 Einwohnerinnen und Einwohnern einer der größeren Orte im Landkreis Ostallgäu.

Obergünzburg ist von Norden über die A 7 Würzburg – Ulm – Kempten (Ausfahrt Dietmannsried) erreichbar und von Osten und Westen über die alte B 12 München – Lindau, jetzt Staatsstr. 2055. Es liegt ca. 18 km von der Allgäu Metropole Kempten und ebenso weit von Kaufbeuren entfernt. Die Entfernung nach München beträgt 100 km.

Urlauber in Obergünzburg kommen in einen staatlich anerkannten Erholungsort mit historischem Marktplatz, der St. Martinskirche aus dem 15. Jahrhundert und dem Nikolausberg mit Stationsweg und herrlich altem Baumbestand. Viele Einrichtungen sind hier vorzufinden, wie ein Hallenbad, ein Freibad, Tennisplätze, eine Reithalle mit Ponyreiten, eine Bücherei, ein Historisches Museum die Südsee-Sammlung und gemütliche Gasthäuser.

Obergünzburg ist mit seinen ca. 200 km Wanderwegen ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge auf hübschen Pfaden an der Günz entlang oder durch das Felsengewirr der „Teufelsküche“ nach Ronsberg. Auch für Touren in die Berge, zu den Königsschlössern (ca. 50 km), zum Bodensee (ca. 80 km) und zu den historischen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ist der Ort günstig gelegen.

Im Nachbarort Günzach entspringt die Günz. Eine Bank steht dort, wo helles, klares Wasser aus der Erde „springt“ und zum Verweilen und Philosophieren an der Quelle allen Lebens einlädt.

Geschichtliches

Obergünzburg ist der wohl älteste Ort im früheren Altlandkreis Marktoberdorf und kann seine Wurzeln bis in das 1. Jahrhundert nach Christus zurückverfolgen. Es handelt sich dabei um ein befestigtes Anwesen nahe der Römerstraße Kempten - Obergünzburg - Augsburg, ca. 300 m vom jetzigen Ortskern entfernt, auf dem sogenannten Nikolausberg. Aufgrund seiner günstigen Lage an dieser Römerstraße gewann der Ort bald an Bedeutung.

Im Mittelalter erlebte in Obergünzburg der Handel und Gewerbe einen ansehnlichen Aufschwung und war in diesem Raum ein Versorgungszentrum für die umgebenden Orte. Durch die Qualifizierung als Unterzentrum kommt auch heute diese Versorgungsaufgabe zum Ausdruck.

Obergünzburg erhielt 1407 unter Kaiser Rupprecht zu Heidelberg das Marktrecht verliehen. Heute handelte es sich dabei um vier Jahrmärkte pro Jahr und einen Wochenmarkt, der jeweils am Freitag stattfindet.

Handwerk und Gewerbe

Obergünzburg war im Mittelalter ein Zentrum des Handwerks, in dem sich auch besondere Handwerkszweige herausgebildet haben, wie Wachszieher, Leinenweber, Färber, Gerber, Strumpfwirker und Schindelmacher.

Dieses Handwerk kann heute im Historischen Museum besichtigt werden. Ein Schindelmacher ist heute noch im Ort tätig. Aus einem Salpeterschürfer und Schmalzsieder hat sich der größte Betrieb im Markt, nämlich die Firma Gabler-Saliter zu einem modernen Milchbetrieb herausgebildet. Dieser beschäftigt heute über 170 Bürgerinnen und Bürger.

Daneben sind die Firma Huhtamaki in Ronsberg sowie die Firma Technocell in Günzach große Arbeitgeber im Günztal und damit auch für Obergünzburg.

Kunst, Kultur, Vereine

Daneben bietet Obergünzburg mit seinem Heimatmuseum den Gästen die Möglichkeit, heimische und bäuerliche Kunst, Gerätschaften und altes Handwerk zu besichtigen.

Von einem berühmten Bürger, Johannes Kaspar, ist eine Gemäldesammlung zu besichtigen und der aus Obergünzburg stammende Kapitän Karl Nauer schickte zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg eine große Zahl von Sammelstücken aus Neu Guinea nach Obergünzburg, sodass hier im Museum eine Südseesammlung zu besichtigen ist. Dies ist übrigens die größte Sammlung im süddeutschen Raum.

Zu einem Ort mit der Bedeutung von Obergünzburg gehört natürlich auch ein jährliches Volksfest, das sogenannte Freischießen, das 1525 von Fürstabt Wolfgang von Grünenstein gestiftet wurde. Dieses Fest, ursprünglich als reines Schützenfest gegründet, hat sich inzwischen zum Volksfest entwickelt und wird gern von Jung und Alt aus der ganzen Umgebung besucht. Dieses Schützenfest und Volksfest unterstreicht jedoch auch die Bedeutung des Schützenwesens in unserem Raum. Obergünzburg hat allein sechs Schützenvereine in der Gemeinde.

Eine Besonderheit ist das Wappen von Obergünzburg, das bis 1950 mit einem Mohrenbuale versehen war. Spätere Untersuchungen haben sodann ergeben, dass aufgrund eines schlechten Abdruckes eine Verwechslung erfolgt ist und das Mohrenbuale eigentlich die Hl. Hildegard, nämlich die Schutzpatronin des Fürststiftes Kempten darstellen sollte. So finden wir heute in dem Wappen von Obergünzburg das Bildnis der Hl. Hildegard. Das Mohrenbuale ist jedoch noch auf dem Marktbrunnen als altes Wahrzeichen erhalten.

In einem Markt wie Obergünzburg stellen einen wichtigen Bestandteil die Vereine dar. Diese bilden die Grundlage für das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Leben in Obergünzburg. Hier wird von vielen Idealisten wertvolle Arbeit für unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere Jugend geleistet. 

Wetter

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